Hochbegabung, Hochsensibilität

Wenn wir den pädagogischen Gedanken aufgreifen, dürfen wir Kinder und Jugendliche weder auf einzelne Merkmale reduzieren noch diese ignorieren.


für Eltern - Ob ein Kind oder Jugendlicher besonders intelligent oder sensibel ist, ob die Stärken im kognitiven oder in anderen Bereichen liegen, ob ein Kind ADHS oder eine Behinderung hat, spielt in Bezug auf meine Grundhaltung keine Rolle. Doch hat jeder Mensch andere Bedürfnisse und Erfahrungen, weshalb es hilfreich sein kann, wenn Sie mir mitteilen, falls bereits relevante Informationen vorhanden sind.

V.a. auf die Bedürfnisse von sensiblen oder begabten Kindern  bin

ich sensibilisiert und beziehe diese Aspekte in meine Arbeit mit ein, die sich nicht aus Merkmalen, sondern aus der individuellen Situation des Kindes/Jugendlichen ableitet.

Daher bitte ich Sie, mich anzusprechen oder anzuschreiben, was Ihr jeweiliges Anliegen ist, bsp. Schwierigkeiten oder Konflikte mit Gleichaltrigen, Versagensängste, eigener Umgang als Elternteil mit herausforderndem Verhalten des Kindes u.ä.


für Erziehende* - Mit dem Begriff Hochbegabung hatte ich zum ersten Mal während meiner Tätigkeit in einem Kindergarten etwas näher zu tun, als das Team an der Weiterentwicklung der Konzeption arbeitete. An der Fachakademie war das Thema zwar auch behandelt worden, aber es war für mich trotzdem nicht so richtig greifbar geworden und möglicherweise kommen Ihnen folgende Gedanken bekannt vor:

Für mich war zwar klar, dass die betreffenden Kinder - ebenso wie jedes Kind - entwicklungsgemäß (statt nur altersorientiert) zu fördern sind, aber ich ging davon aus, dass man sie doch "sowieso" leicht erkennen müsste, weil sie doch "sicherlich"

(alt)kluge Fragen stellen würden oder alles Neue wissbegierig aufsaugen würden... Doch ganz so einfach ist es nicht. Manches Verhalten wird aus Unwissen fehlinterpretiert oder es zeigt sich (erstmal) gar nicht.

 

Der Begriff Hochbegabung löst in der Vorstellung oft Bilder von Hochleistung aus, die auf das einzelne Kind nicht zutreffen müssen.

Es gibt nicht die Hochbegabung, dahinter steht immer ein Mensch, dessen Individualität wir im Blick behalten sollten und wofür meine Arbeit auch sensibilisieren möchte (s. auch Buchempfehlungen).


*Da ich nicht weiß, inwiefern das Thema in der Lehrerausbildung präsent ist, beziehe ich mich nur auf Erzieher/innen. Ich freue mich aber über Feedback von allen, die pädagogisch tätig sind oder derzeit in Ausbildung oder Studium... Was sind Ihre Erfahrungen zu diesem Thema?