hochbegabung, hochsensibilität

Wenn wir den pädagogischen Gedanken aufgreifen, dürfen wir Kinder und Jugendliche weder auf einzelne Merkmale reduzieren noch diese ignorieren.


für Kinder und Jugendliche, die von ihrer Hochbegabung wissen - Eure Meinung ist gefragt...

Ich finde, man sollte vor allem die Menschen fragen, um die es geht; so können wir am einfachsten voneinander lernen. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn du dich dazu melden magst: --> Was bedeutet es für dich hochbegabt zu sein? Hattest du besondere Erlebnisse, als du davon erfahren hast? Hat sich seitdem etwas für dich verändert? Was wünscht du dir von Eltern, Verwandten, Lehrkräften, Freunden, anderen Gruppen? Wie findest du besondere Angebote in der Schule oder in deiner Freizeit für Kinder oder Jugendliche mit Hochbegabung? Was fällt dir sonst noch zum Thema "hochbegabt" ein...? Alle Antworten sind willkommen - ich freue mich über deine Email an saskia.wilhelm@kabelmail.de oder deine persönliche Mitteilung, was du darüber denkst oder dazu fühlst.

für Eltern - Ob ein Kind oder Jugendlicher besonders intelligent oder sensibel ist, ob die Stärken im kognitiven oder in anderen Bereichen liegen, ob ein Kind ADHS oder eine Behinderung hat, spielt in Bezug auf meine Grundhaltung keine Rolle. Doch hat jeder Mensch andere Bedürfnisse und Erfahrungen, weshalb es hilfreich sein kann, wenn Sie mir mitteilen, falls bereits relevante Informationen vorhanden sind.

V.a. auf die Bedürfnisse von sensiblen oder begabten Kindern  bin

ich sensibilisiert und beziehe diese Aspekte in meine Arbeit mit ein, die sich nicht aus Merkmalen, sondern aus der individuellen Situation des Kindes/Jugendlichen ableitet.

Daher bitte ich Sie, mich anzusprechen oder anzuschreiben, was Ihr jeweiliges Anliegen ist, bsp. Schwierigkeiten oder Konflikte mit Gleichaltrigen, Versagensängste, eigener Umgang als Elternteil mit herausforderndem Verhalten des Kindes u.ä.


für pädagogische Fachkräfte* - Mit dem Begriff Hochbegabung hatte ich zum ersten Mal während meiner Tätigkeit in einem Kindergarten etwas näher zu tun, als das Team an der Weiterentwicklung der Konzeption arbeitete. An der Fachakademie war das Thema zwar auch behandelt worden, aber es war für mich trotzdem nicht so richtig greifbar geworden und möglicherweise kommen Ihnen folgende Gedanken bekannt vor:

Für mich war zwar klar, dass die betreffenden Kinder - ebenso wie jedes Kind - entwicklungsgemäß (statt nur altersorientiert) zu fördern sind, aber ich ging davon aus, dass man sie doch "sowieso" leicht erkennen müsste, weil sie doch "sicherlich"

(alt)kluge Fragen stellen würden oder alles Neue wissbegierig aufsaugen würden... Doch ganz so einfach ist es nicht. Manches Verhalten wird aus Unwissen fehlinterpretiert oder es zeigt sich (erstmal) gar nicht.

 

Der Begriff Hochbegabung löst in der Vorstellung oft Bilder von Hochleistung aus, die auf das einzelne Kind nicht zutreffen müssen.

Es gibt nicht die Hochbegabung, dahinter steht immer ein Mensch, dessen Individualität wir im Blick behalten sollten und dafür möchte meine Arbeit auch sensibilisieren.


*Da ich nicht weiß, inwiefern das Thema in der Lehrerausbildung präsent ist, beziehe ich mich nur auf Erzieher/innen. Ich freue mich aber über Feedback von allen, die für Kinder/Jgdl. arbeiten oder derzeit in Ausbildung oder Studium sind... Wie waren bisher Ihre Erfahrungen damit?


Literaturempfehlung: Die Rätselhaften. Wie Hochbegabte besser mit sich und anderen leben. C. Niklas, A. Niklas, Kösel Verlag

Sozio-Emotionalität von hochbegabten Kindern. T. Hoyer, R. Haubl, G. Weigand, Beltz Verlag